Piloten
helfen Piloten

Geschichte

Im Jahr 2018 feiert AntiSkid sein 30-jähriges Jubiläum. Am Anfang stand eine kleine Gruppe von Piloten, die sich nicht damit abfinden konnten, dass Piloten mit einem Alkoholproblem jeglicher Art allein gelassen wurden, der Arbeitsplatzverlust die einzig mögliche Option war.

1985 wurde eine externe Fachaufsicht etabliert, mit dem Ziel der qualitativen Verbesserung der Arbeit.

Anfangs lag unser Schwerpunkt beim Thema Alkohol und dessen Missbrauch. Heute, vielleicht auch der Zeit geschuldet (Überlastung), kam die Behandlung von Drogenkonsum, Missbrauch von Schmerz- und Beruhigungsmitteln sowie psychischen Belastungen/ Störungen (z.B. Burnout) hinzu. Auch sind wir natürlich gewachsen, andere Länder entwickelten ähnliche Systeme und die Flugbetriebe waren selber daran interessiert ein spezialisiertes Gesundheitsmanagement in ihre Airlines zu etablieren. Auch wurde das Thema Präventionsarbeit immer wichtiger.


Angefangen im Lufthansakonzern, beteiligen sich inzwischen deutschlandweit viele weitere Flugbetriebe wie Germanwings, Eurowings, Lufthansa Cargo, Cityline, TUI fly, SunExpress, Condor, DHL und Aerologic.

 

Struktur

An aller erster Stelle steht bei AntiSkid die Hilfe von Kollegen für Kollegen. Wir sind ein Team von ehrenamtlichen Piloten, die die Verbindung zwischen dem fliegerischen Alltag und der medizinisch/psychologischen Betreuung eines betroffenen Kollegen herstellen. Wir sind ein eng verzweigtes System aus Kliniken für einen stationären Teil der Behandlung, Therapeuten, einer monatlich zusammentreffenden Support Gruppe, spezialisierte unabhängige Ärzte und Labore und natürlich wir Piloten diverser Airlines. Durch unsere Struktur arbeiten wir konzernübergreifend und unterliegen selbstverständlich der Verschwiegenheit. Unsere Betreuer nehmen an regelmäßigen Schulungen über neuste medizinische Erkenntnisse, Gesprächsführung und Umgang mit Belastungen teil. Mit diesen Kenntnissen ist es für uns ebenfalls möglich externe Beratungen in Form von Aufklärungs- und Präventionsarbeit, Pilotenlehrgänge und Vorgesetzten durchzuführen.


Zusammenarbeit:
Neben den ambulanten Praxen, Psychotherapeuten und Ärzten an verschiedenen deutschen Standorten, arbeiten wir mit den Salus Kliniken für stationäre Aufenthalte zusammen.
Außerdem stehen wir in gutem und stetigem Kontakt mit den Flugbetrieben, Fliegerärzten, Laboren, dem LBA, der Vereinigung Cockpit und dem BDL, ohne rechenschafts- oder auskunftspflichtig zu sein.


Zukunft:
Weiterhin steht im Vordergrund - eine Peergroup für Piloten - Kollegen helfen Kollegen. Präventionsarbeit in Form von Vorträgen sollen intensiviert werden. Weitere Flugbetriebe stehen in den Startlöchern um eine Zusammenarbeit mit AntiSkid anzustoßen. Die persönliche -auch anonyme Beratung - für Betroffene und deren Umfeld (Familie/Freunde) steht bei uns weiterhin im Vordergrund. Die Gründung einer Stiftung ist angedacht.